Magnum-Genussschein im Fokus! Seit 11 Jahren hohe Renditen

Geschrieben von Redaktion am 11. April 2011 | Abgelegt unter Genussscheine, Magnum AG

AfU Genussschein Report, Ausgabe 01/11
Seit dem Start ihrer Geschäftstätigkeit im Jahre 1999 ist die Magnum AG am Kapitalmarkt ausschließlich mit Genussscheinen aktiv. Die erste Emission wurde im Wesentlichen von Vermögensverwaltern gezeichnet, die teilweise noch engagiert sind, wie Alleinvorstand Dr. Peter Brenske im Gespräch mit der Redaktion sagte. Die zufließenden Mittel dienten dem Ausbau des Portfolios an Bestandsimmobilien in Berlin, das schließlich erfolgreich in Paketen veräußert werden konnte. Eine weitere Genussscheinemission erfolgte im Jahre 2003 zur Unterstützung des Private-Equity-Geschäfts, das neben dem Asset Management aufgebaut wurde. Insgesamt wurden in beiden Emissionen Genussscheine im Gesamtvolumen von rund 60 Mill. Euro ausgegeben. Beide Papiere sind börsennotiert und mit einer jährlichen Verzinsung von jeweils zwölf Prozent ausgestattet. Die Laufzeit ist unbefristet, eine Kündigung erstmals ab dem 31. Dezember 2012 möglich. Bislang wurden die Magnum-Genussscheine stets vollständig bedient, letztmalig im September 2010. Als voraussichtlicher Zinstermin für das Geschäftsjahr 2010 wurde der August 2011 genannt.

Heute agiert die selbst nicht börsennotierte Magnum AG als Holding ohne eigenes operatives Geschäft. Als solche ist die Gesellschaft dem Charakter nach mit einem Family Office vergleichbar, sagt Brenske. Strategisch orientiert sich Magnum am Ansatz des „Buy, Build and Hold” und konzentriert sich dabei auf Beteiligungen in den Bereichen Immobilien und Pharma. Bedeutendste Beteiligung im Pharmasektor ist die mit Vorzugsaktien im Open Market notierte MPH Mittelständische Pharma Holding AG, die mit dem Tochterunternehmen HAEMATO PHARM AG die Geschäftsfelder Entwicklung und Zulassung von Generika sowie Lizenzierung und Import von europäischen Markenarzneimitteln abdeckt. Zweites Tochterunternehmen von MPH ist die HAEMATO Vet GmbH, die veterinärpharmazeutische und veterinärmedizinische Produkte sowie Ergänzungsfuttermittel im Groß- und Kleintiermarkt vertreibt. Damit ist MPH in zwei wachstums- und margenstarken Geschäftsfeldern engagiert. Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2010 belegt diese Aussage (siehe beiliegenden Bericht).

Wesentliche Beteiligung im Immobiliensektor ist die WINDSOR AG. Diese Gesellschaft war bis 2002 eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Magnum AG und damals an eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft verkauft worden, die WINDSOR im Dezember 2005 an die Börse brachte. Nach anfänglichem Erfolg geriet die Aktie ab etwa Mitte 2007 unter starken Druck. Das nach Einschätzung von Brenske stark unterbewertete Kursniveau nutzte Magnum zum Wiedereinstieg. Inzwischen sei Magnum wieder mit deutlich über 25 Prozent an WINDSOR beteiligt. Das von der WINDSOR traditionell besetzte Berliner Immobiliengeschäft bewegt sich laut Brenske zurzeit in einem positiven Marktumfeld. Berlin gelte nach einer aktuellen Studie als einer der führenden Immobilienstandorte europaweit, heißt es. Die Nachfrage nach dem begonnenen und geplanten Neuvorhaben sei überdurchschnittlich hoch. Neben dem traditionellen Immobiliengeschäft besitzt WINDSOR mehrere Pharmabeteiligungen, u.a. ist sie mit 28,91 Prozent am Vorzugskapital der MPH beteiligt.

Hohe Dividendeneinnahmen in 2011 zu erwarten

MPH erzielte im Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Zahlen einen Konzernumsatz in Höhe von 112,33 Mill. Euro. Auf vergleichbarer Basis entsprach dies einem Anstieg um 66 Prozent. Der Jahresüberschuss belief sich auf 9,12 Mill. Euro. Der Vorstand erwägt einer Mitteilung zufolge, eine Dividende in Höhe von 0,18 (Vorjahr: 0,11) Euro je Stamm- und 0,20 (0,13) Euro je Vorzugsaktie auszuschütten. Damit flössen Magnum, die 54,59 Prozent der Vorzugsaktien und 100 Prozent der Stammaktien hält, in 2011 insgesamt 5,9 Mill. Euro zu.

Die WINDSOR AG, an der die Magnum AG mit deutlich mehr als 25 Prozent beteiligt ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Zahlen den Konzernumsatz auf 23,5 (Vorjahr: 4,11) Mill. Euro gesteigert und einen Jahresüberschuss von 5,1 (Vorjahr: -5,68) Mill. Euro erwirtschaftet. Für 2011 erwartet der Vorstand eine Fortführung der positiven Entwicklung und will der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende vorschlagen. Zur Höhe der Dividende machte der Vorstand noch keine Angaben.

Alleine die von den beiden wesentlichen Beteiligungen zu erwartenden Dividendeneinnahmen dürften damit insgesamt an die rund 7,2 Mill. Euro heranreichen, welche die Magnum AG benötigt, um ihre Genussscheine auch für das Geschäftsjahr 2011 zu bedienen.

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