Vorstand Dr. Peter Brenske gibt Einblicke in die zukünftige Geschäftsentwicklung

Geschrieben von Redaktion am 18. Oktober 2011 | Abgelegt unter Allgemeines, Beteiligungen, Genussscheine, Magnum AG

Dr. Peter Brenske, Vorstand der Magnum AG, äußert sich nach der Veröffentlichung des Jahresberichts 2010 und den entsprechenden Kennzahlen auf der Webseite der Magnum AG, in folgendem Interview zur abgeschlossenen und zukünftigen Geschäftsentwicklung der Bereiche Immobilien und Pharma.

1.) Herr Dr. Brenske, Sie haben im Jahre 2010 mit der Magnum hervorragende Geschäftszahlen erzielt. Bitte erläutern Sie, wie Sie weiter wachsen wollen?

Dr. Peter Brenske:„In 2010 erzielte die Magnum ein operatives Ergebnis in Höhe von ca. 11,6 Mio. €, einen EBIT von ca. 16,9 Mio. € bzw. EBITDA: ca. 17,2 Mio. €.
Ich erachte es als wichtig, sich trotz der guten Zahlen nicht zurückzulehnen, sondern unserer strategischen Ausrichtung weiterhin treu zu bleiben. Das bedeutet, dass wir uns noch stärker auf unsere Kernkompetenzen des Beteiligungsgeschäftes konzentrieren.“

2.) Auf welche Erfahrungen blicken Sie hierbei zurück?

Dr. Peter Brenske:„Die Magnum wurde 1999 gegründet und baute ein werthaltiges Portfolio an Bestandsimmobilien auf, das erfolgreich in Immobilienpakten veräußert werden konnte. Sie engagiert sich seit 2003 im Beteiligungsmarkt und hatte ihr erstes Standbein im Immobiliensektor mit der Windsor, gefolgt von der Beteiligung im Jahr 2005, zunächst direkt an der Haemato Pharm, später an der MPH Mittelständische Pharma Holding. Im Vordergrund dieser Beteiligungen stehen langfristige Wachstumsaspekte und Wertpotentiale. Genau hier liegt der Unterschied zwischen der Magnum und einer Private-Equity-Gesellschaft, deren Zielhorizont in der Regel kurzfristig ausgerichtet ist.“

3.) Herr Dr. Brenske, was sind die Beweggründe der Magnum für die Beteiligungen an der Windsor und MPH?

Dr. Peter Brenske:„Die Beteiligungen operieren in den beiden Segmenten Immobilien und Pharma, die gebraucht werden. Als Value-orientierte Gesellschaft hat die Magnum AG ihren Fokus auf nachhaltige und langfristige Wertzuwächse gerichtet. Dieses Potential haben wir frühzeitig erkannt und richten deshalb unser Hauptaugenmerk auf den sukzessiven Ausbau unseres Kerngeschäftes. Der Erfolg gibt uns Recht, die MPH verfügt inzwischen über 507 zugelassene Präparate und steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr dieses Jahres um 28,1 Prozent auf 70,3
Millionen €. Wir als Magnum haben uns daher als Ziel gesetzt, dass wir in den Geschäftsfeldern, in denen wir operieren, in der Kombination Magnum-Windsor-MPH auch weiterhin von einer realistischen organischen Wachstumsrate von 30 Prozent ausgehen.“

4.) Herr Dr. Brenske, was sind die Stärken der MPH aus Ihrer Sicht?

Dr. Peter Brenske:„Die Beschaffung, Herstellung und Lizensierung von pharmazeutischen Produkten ist die Kernkompetenz der MPH. In diesem Geschäftsfeld ist die MPH als Anbieter von Generika und als Importeur von Arzneimitteln aus Europa aktiv. Derzeit sind zwei Trends zu beobachten: Zum einen stieg das weltweite Wachstum im Pharmamarkt, im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent, und zum zweiten werden immer mehr Originalarzneien durch Generika ersetzt.
Weltweit gab es in diesem Sektor in 2010 Zuwächse von 11,5 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 91,4 Milliarden €. Desweiteren wird die MPH ihren Zulassungsbestand weiter erhöhen und baut derzeit mit der Tochter Haemato Vet ein weiteres Standbein im Veterinärbereich auf, wodurch weiteres Wachstum zu erwarten ist.“

5.) Das hört sich sehr interessant an und sagen Sie, wie gliedert sich derzeit die Windsor ein?

Dr. Peter Brenske:„Das Unternehmen hat zwei Geschäftsfelder: Den Neubau von Wohnungen sowie eine Pharmasparte mit den Töchtern Pharmigon und Simgen. In den ersten 6 Monaten diesen Jahres erzielte der Windsor-Konzern nach IFRS einen Umsatz von 12,22 Mio. € (erstes Halbjahr 2010: 9,65 Mio €). Der Halbjahresüberschuss 2011 konnte gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 von 3,05 Mio € auf 3,34 Mio € erhöht werden. Somit stiegen sowohl der Umsatz um +28,6% als auch der Gewinn um 9,5% gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 deutlich.

6.) Herr Dr. Brenske, planen Sie mit der Magnum in naher Zukunft einen Börsengang?

Dr. Peter Brenske:„Wir denken momentan nicht über einen Börsengang nach. Wer am Erfolg der Magnum teilhaben möchte, kann sich in Form unserer börsennotierten Genussscheine beteiligen. Anfang September 2011 haben wir zum 12. Mal in Folge 12% an unsere Genussscheininhaber ausgeschüttet.“

7.) Wird die Magnum sich in naher Zukunft von einer ihrer Beteiligungen trennen?

Dr. Peter Brenske:„Gegenfrage, warum sollten wir das tun? Wir besitzen Beteiligungen, deren Unternehmen kontinuierlich überdurchschnittliche Gewinne erwirtschaften, es bestehen daher keinerlei Gründe für die Magnum AG sich kurzfristig von einer der Beteiligungen zu trennen! So verlockend der Markt manchmal erscheint und Anleger zu Fehlern zwingt, wir lassen uns nicht zu spontanen Handlungen hinreißen und bleiben unserem Kurs treu.“

8.) Wo soll der Unternehmenskurs der Magnum in den nächsten Jahren hingehen?

Dr. Peter Brenske:„Durch die Ausrichtung auf die wichtigen Grundbedürfnisse, wie das Wohnen und die Gesundheit, sind wir relativ unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Aus diesem Grund gehen wir für die zweite Jahreshälfte von der positiven Fortführung unserer Geschäftsentwicklung aus. Wir verfügen über gute Wachstums- und Gewinnchancen dank substanzieller und nachhaltiger ökonomischer Wettbewerbsvorteile. Wir sehen daher sehr optimistisch auf die zweite Jahreshälfte und werden unsere Unternehmensstrategie fortsetzen.“

9.) Was möchten Sie abschließend unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Dr. Peter Brenske:„Jeder ist seines Glücks eigener Schmied. Das bedeutet, dass man sich um seine Geldanlagen kümmern muss. Geld vermehrt sich nicht von alleine. Vermögen erhalten ist der erste Schritt zum Erfolg, Selbstüberschätzung der erste Schritt, sein Vermögen zu verspielen!“

Herr Dr. Brenske, danke für dieses Interview.

Den Artikel “Interview” finden Sie hier (externer Link).

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